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Corona Update

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Gert Antes – langjähriger Leiter des Deutschen Cochrane Zentrums hat Spiegel-Wissenschaft ein wichtiges Interview gegeben. Er erklärt die Hintergründe der unzureichenden Datenlage und die Zwickmühle der Politik die im Jetzt entscheiden muss und nicht auf bessere Daten warten kann. “ Berücksichtigt man die Gesamtsituation und die Erfahrungen aus anderen Staaten, hatte Deutschland keine andere Wahl, als dem Virus erst mal mit drastischen Maßnahmen zu begegnen. So konnten wir Zeit gewinnen. Die müssen wir jetzt nutzen, um eine bessere Datenlage zu schaffen und künftig fundierter entscheiden zu können. "

Prof. Streeck – Virologe an der Uni Bonn – hatte sich bereits in Heinsberg Daten von SarsCorV-2 Infizierten erhoben und wird nun in einer Studie die Ausbreitung in des Virus im Kreis Heinsberg in der Breite untersuchen. Streeck kritisiert in seinen Interviews kommunikativ sehr geschickt und unterschwellig die aktuelle Shut down Vorgehensweise – die ohne Datengrundlage geschieht – auch mit Verweis auf Japan, S-Korea, Taiwan. Er will bereits in der nächsten Woche Daten aus der neuen Studie liefern. Seine erste Untersuchungsreihe in Heinsberg hat sehr praktische Erkenntnisse zu Infektionswegen ergeben welche einer breiteren Kommunikation wert sind:

"Auf Handy, Türklinken, Katzen oder im Supermarkt hatten er und sein Team „kein lebendes Virus von irgendeiner Oberfläche“ feststellen können. Selbst bei einer Familie in Heinsberg, die hoch infektiös gewesen sei, habe man im Haus keine Viren auf Oberflächen gefunden. Gefahr bestehe vor allem, wenn viele Menschen über Stunden auf engem Raum beisammen sind, wie bei Partys oder Fußballspielen. "

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