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Skandal Organspende Dossier in der ZEIT – Made in China.

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Drei Organspende Skandale. …..Organspende Dossier in der ZEIT – Made in China. ……Jetzt ist durchdachte PR gefragt.

Skandal 1„Jeden Tag sterben in Deutschland Menschen, weil Organspenden fehlen. Jeden Tag sterben in Deutschland – mehr – Menschen, weil Organspenden fehlen, denn die Zahl der Spender nimmt ab. Sie sterben unnötigerweise. Unter großer Not. Der Organspende-Skandal in Deutschland hat kein einziges Spenderleben gekostet, aber täglich die Leben derer, welche auf eine Spende zum Überleben angewiesen waren. 

Der Mensch kann seine Reichtümer nicht mit in das nächste Leben nehmen. Sein Herz, seine Leber und seine Niere auch nicht. Gott und Göttin interessiert sich nicht für meine Leber, sondern für meine unsterbliche Seele. Selbst im Tod kann jeder noch Leben retten. Wäre Leben retten nicht gut für die unsterbliche Seele?“  

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Das sind die Fakten zur Organspende in Deutschland wie ich diese sehe – meine Meinung.

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Skandal 2: Wenn es im eigenen Land viel zu wenige Organe gibt, was macht  der Verzweifelte und seine Angehörigen? Einen Ausweg suchen.  Das Dossier der ZEIT dieser Woche http://www.zeit.de/2013/11/China-Transplantationen-Organhandel handelt von der unvorstellbaren Organspende-Praxis in China: Obwohl die Organspende in China verpönt ist, sind chinesische Kliniken mittlerweile führend in der Transplantationsmedizin. Wie kann das sein? Woher kommen denn dann die Spenderorgane? 

Der Vorwurf: die Organe kommen (weiterhin) von Hingerichteten und als Steigerung – von Gefangenen aus Straflagern. Medizinisch, immunologisch perfekt vorab gescreent. In dem einen Zimmer der Transplantationsklinik wird hingerichtet – das vorab gescreente Organ entnommen – und im nächsten OP-Saal an begüterte Patienten aus In- und Ausland eingepflanzt. Und das ganze geschieht auf einem so hohen wissenschaftlichen Niveau, dass sich daraus Publikationen in Lancet und Co. ergeben. In intensiver wissenschaftlicher Kooperation mit westlichen, auch deutschen Kliniken. Wird Ihnen auch gerade übel?

Ich möchte es auf den Punkt bringen. Wenn ich todkrank bin und mir ein Organ einpflanzen lasse, dessen Träger genau deswegen hingerichtet wird, weil sein/ihr Organ mein Leben retten kann, dann ist das ein Auftragsmord. Das gibt es kein Herumreden. Und bitte kein Geschwätz, dass das doch Organe von zu Recht zu Tode Verurteilten wären, die auch noch zugestimmt hätten. Wir reden hier von einer Diktatur, ohne Rechtsstaatlichkeit.

Leider ist das kein abgedrehter Horrorroman, sondern ein Dossier in der ZEIT. Die ZEIT ist für ihre nüchterne, faktenorientierte Recherche aner/bekannt. Es müsste jetzt also der nächste Organspende-Skandal explodieren.

Ich bin gespannt, ob die Journalistengemeinde das Dossier der ZEIT aufgreift. Das tut diese nämlich erstaunlicherweise nicht immer. Beispiel: In 2012 erschien ein ZEIT-Gespräch mit Chefärzten und ex-Chefärzten über die OP-Praxis in deutschen Krankenhäusern. Darin berichteten diese Chefärzte, dass Sie unter dem Druck der Verwaltungen Patienten medizinisch nicht notwendige Untersuchen und Operationen verpassen – müssen –,weil diese OPs von den Krankenkassen gut bezahlt werden und Geld in die Finanzierung Ihrer Arbeitgeber spülen. Und wer nicht spurt – wir reden von Chefärzten – fliegt raus. Wer spurt, bekommt einen Bonus. http://www.zeit.de/2012/39/Krankenhaeuser-Medizinbetrieb-Gespraech So glasklar wurde das nie wieder formuliert. Der Leser dieses Gesprächs hätte nun einen Aufschrei in den Leitmedien erwarten müssen. Nichts geschah. Der Artikel verpuffte. Stattdessen bekommen wir einen Schlagzeilen-Tsunami geliefert, sobald Peer Steinbrück eine Tasse Kaffee umkippt oder aufzeigt, dass er die Besoldungsstufen im öffentlichen Raum kennt.  Weil die Steinbrück-Headline mehr Clicks  neben dem Werbebanner bringt?

Bekommen wir nun einen Aufschrei? Werden sämtliche wissenschaftlichen Kooperationen mit China gekappt – oder dazu aufgefordert?  Nochmal – wir reden davon, dass Gefangene immun-histologisch kartiert werden und bei Bedarf in einer Transfusionsklink zu Organentnahme getötet werden. Ein Alptraum wie aus dem dritten Reich.

Skandal Nr. 3. Wäre  die teuflische Konsequenz dieses potentiellen medialen Aufschreis (wenn es beim Schreien bleibt), dass noch mehr Menschen in Deutschland verunsichert werden? Wir noch weniger Organspender haben? Noch mehr vermeidbare Tote, die vergeblich auf eine Organspende gehofft haben? Und damit noch mehr Reisende nach Fernost?

Nein – das muss nicht sein. Überhaupt nicht. Wenn man/frau richtige gute PR in Sachen Organspende macht. 

Was heißt das?

  1. Ausdauer – Kommunikation braucht immer eine langen Atem, liebe Gesundheitspolitiker
  2. Sachliche wiederkehrende Aufklärung wie eine Organspende abläuft.
  3. Natürlich externe Kontrolle  außerhalb des Medizinsystems. Haftstrafen bei Missbrauch.
  4. Klartext – Den Menschen die Killer-Fragen stellen, immer wieder.“Warum willst Du, dass Dein Herz verschimmelt anstatt Leben zu retten?“ „Ehre Gott, indem Du Leben rettest mit dem Geschenk seiner Schöpfung und nicht es indem Du es wegwirft.“
  5. Klartext: Die Gesichter der Menschen, die vom Tod bedroht sind, zeigen.

Die Lösung des Fernost-Dilemmas liegt auf der Hand – WIR müssen selber bereit zur Organspende sein.  Dann gehen zumindest einige der Transfusions- Eliminations-Kliniken pleite. Es ist möglich – denn Wörter / Kommunikation bewegt die Dinge – aber nur wenn man dran bleibt – das ist PR im besten Sinne. 

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