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09.11.2009Studie der Uni Freiburg belegt: Senföle wirken gegen MRSA
Der gegen verschiedene Antibiotika resistente Keim Staphylococcus aureus (MRSA) stellt mittlerweile auch in Deutschland ein immer größeres Problem dar. Was den Keim so gefährlich macht: Er ist nur noch schwer zu behandeln, da viele wichtige chemische Antibiotika bei ihm nicht mehr helfen. Während diese einstigen Wunderwaffen gegen Bakterien immer häufiger versagen, gibt es aber in der Natur noch Stoffe, die auch hier wirksam sind, so zum Beispiel die Senföle. Eine Studie am Universitätsklinikum Freiburg hat gezeigt, dass ein Senfölpulver aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel gegen 13 Bakterienarten eine ausgeprägte keimhemmende Wirkung entfaltet, sogar auch gegen MRSA. Da sich die Senföle in unserem Körper vorwiegend in Harnblase und Lunge anreichern, stellen sie vor allem bei bakteriellen Atemwegs- und Harnwegsinfektionen eine wirksame und gut verträgliche Alternative zu Antibiotika dar. Denn im Gegensatz zu chemischen Antibiotika ist für das pflanzliche Arzneimittel auch nach Langzeittherapie keine Resistenzentwicklung bekannt.
MRSA ist weltweit verbreitet. In Deutschland infizieren sich jährlich 40.000 bis 50.000 Patienten mit dem Problemkeim, etwa 1.500 Todesfälle gehen auf MRSA zurück. Staphylococcus aureus ist eigentlich ein harmloses Bakterium. In der Natur kommt er häufig vor und viele Menschen tragen ihn auf der Haut, ohne daran zu erkranken. Gefährlich sind die gegen verschiedene Antibiotika resistenten Stämme des Keims. Sie kommen vor allem dort vor, wo ständig Antibiotika verwendet werden, z. B. in Krankenhäusern und Altenheimen.
Senföle – wirksam gegen Bakterien und Viren
„Aufgrund des sorglosen Umgangs mit Antibiotika steigt die Zahl der resistenten Bakterien stetig an“, erläutert Dr. Dr. Erwin Häringer, Arzt für Allgemeinmedizin und Naturheilkunde aus München. Daher werden alternative Behandlungsmöglichkeiten immer wichtiger. An der Uniklinik Freiburg wurde die ausgeprägte keimhemmende Wirkung der Senföle aus Meerrettichwurzel und Kapuzinerkressenkraut an 13 Bakterienarten untersucht. Dabei wurde eine breite antibakterielle Wirkung festgestellt, sogar gegen den multiresistenten Problemkeim MRSA war eine gute Wirksamkeit zu beobachten. Und die Senföle haben sogar noch weitere Vorteile gegenüber den chemischen Antibiotika: Sie sind besser verträglich und schonen unsere Darmflora. Darüber hinaus verhindern die Pflanzenstoffe auch die Vermehrung von Viren. Das bedeutet, sie wirken zum Beispiel auch bei den meist durch Viren ausgelösten Erkältungen, gegen die Antibiotika völlig machtlos sind. „Zur Behandlung von Atemwegserkrankungen und Blasenentzündungen stellen Senföle aus Meerrettich und Kapuzinerkresse wie in ANGOCIN® Anti-Infekt N daher eine wirksame, aber weniger gefährliche Alternative zu den chemischen Keimkillern dar“, so Häringer. Sie sind in konzentrierter und kombinierter Form als Tabletten rezeptfrei in Apotheken erhältlich.
Seit Jahrhunderten eingesetzt - bislang keine Resistenzen
Senföle sind charakteristische Inhaltsstoffe von Pflanzen aus der Familie der Kreuzblüten- und Kapuzinerkressengewächse. Sie kommen z. B. in verschiedenen Kohlarten, Brokkoli, Rettich, Senf, Raps und Kresse vor. Werden die Zellen dieser Pflanzen verletzt, setzt das pflanzeneigene Enzym Myrosinase Senföle frei, die der Pflanze einen Schutz vor Fraßschäden und mikrobiellem Befall bieten. Bereits seit Jahrhunderten werden die Senföle erfolgreich zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt. Dabei seien bisher keine Resistenzen beobachtet worden, erklärt der Experte.
Bei chemischen Antibiotika kann eine Resistenz zum Beispiel dadurch entstehen, dass die Behandlung zu früh beendet wird, zu niedrig dosiert ist oder die Einnahme unregelmäßig erfolgt. Dann überleben einige Bakterien und sind danach nicht mehr empfindlich gegenüber diesem Medikament. Diese Eigenschaft geben sie dann auch an die nachfolgenden Generationen weiter. So entstehen resistente Bakterienstämme, die nur noch schwer zu bekämpfen sind (Tipps zur Vermeidung von Resistenzen → siehe Infokasten).
Weitere Informationen gibt es unter www.pflanzliche-antibiotika.de.
Infokasten
Wie lassen sich gefährliche
Antibiotika-Resistenzen vermeiden?
• Chemische Antibiotika nur bei ärztlicher Verordnung anwenden.
• Sie sollten nur dann eingesetzt werden, wenn es nötig ist.
• Bei Virusinfektionen (mehr als 90 Prozent aller Atemwegsinfekte sind virusbedingt) helfen chemische Antibiotika nicht.
• Verordnete Dosierung weder unter- noch überschreiten.
• Die Einnahme sollte streng nach ärztlicher Empfehlung erfolgen.
• Sie sollten innerhalb des Behandlungszeitraumes regelmäßig eingenommen werden.
• Die Therapie darf nicht eigenmächtig vorzeitig beendet werden, selbst wenn die Beschwerden nachlassen.
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Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten.
Eschborn, den 6. November 2009
Pressekontakt:
CGC Cramer Gesundheits-Consulting GmbH
Frank Etzel
T: 06196 / 77 66 – 113
etzel@cgc-pr.com
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