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Stimmungstief im Frühling - Auch die Schilddrüse kann Schuld sein
Thema: Textarchiv - Schilddrüsen-Erkrankungen
Kategorie: Publikumspresse
Veröffentlicht am: Donnerstag, 23. Januar 2003
Presseanfragen bitte an: Susan Kirmse , Tel. 06196-7766-116
Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten.
Typisch Frühling: Während die einen ständig müde, lustlos und antriebsarm in den Seilen hängen, sind andere vor Tatendrang kaum zu bremsen und bringen mit Feuereifer die gesamte Wohnung auf Hochglanz. Nicht immer ist der Frühling für diese Gefühlsschwankungen verantwortlich. Auch eine Funktionsstörung der Schilddrüse kann dahinter stecken. Die von ihr gebildeten Schilddrüsenhormone spielen eine wichtige Rolle für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden. Eine Bestimmung der Schilddrüsenhormone im Blut bringt es an den Tag.
Der Schilddrüsenexperte Professor Karl-Michael Derwahl aus Berlin warnt: „Schilddrüsenkrankheiten werden wegen ihrer unspezifischen Symptome und ihres schleichenden Verlaufs oft erst spät erkannt." Zum Beispiel würden Müdigkeit, Antriebsschwäche oder gar Depressionen oft als wetter- oder altersbedingte Wehwehchen abgetan. Dabei könne auch eine Unterfunktion der Schilddrüse verantwortlich sein. Derwahl empfiehlt bei derartigen Beschwerden beim Hausarzt oder Internisten einen so genannten TSH-Test, eine Blutuntersuchung, durchführen zu lassen. Ist eine Unterfunktion Ursache der Beschwerden, sind diese leicht zu beheben: Durch die Einnahme von Schilddrüsenhormonen wie Euthyrox wird dem Körper zugeführt, was er selbst nicht mehr in ausreichender Menge herstellen kann.
Die Schilddrüse, ein walnussgroßes Organ unter dem Kehlkopf steuert mit ihren Hormonen viele unserer Körperfunktionen: Stoffwechsel, Herz und Kreislauf, Magen und Darm, Nerven und Muskeln. Bei einer Unterfunktion verlangsamen sich die Prozesse, da zu wenig Schilddrüsenhormone gebildet werden. Beschwerden wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Kälteempfindlichkeit, Gewichtszunahme oder sogar Empfängnisstörungen können auftreten. Vor allem Frauen über 40 Jahre sind betroffen, bei den über 60-jährigen Frauen sind es weltweit bis zu 20 Prozent.
Eine Überfunktion der Schilddrüse ist nicht ganz so häufig, aber sehr gefährlich für das Herz. Ein Zuviel an Schilddrüsenhormonen treibt unseren Körper - auch das Herz - zu ständiger Höchstleistung an, Vorhofflimmern und Herzinfarkt können die Folge sein. Beschwerden wie Herzklopfen, innere Unruhe, Schwitzen, Gewichtsabnahme und Durchfall deuten auf eine Überfunktion der Schilddrüse hin. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung kann Folgeschäden verhindern.
Zur Bildung ihrer Hormone benötigt die Schilddrüse das Spurenelement Jod. Die meisten Schilddrüsenkrankheiten in Deutschland werden durch den Jodmangel in unserer Nahrung verursacht und sind damit leicht zu vermeiden. Derwahl rät daher, zur Vorbeugung auf eine ausreichende Jodzufuhr zu achten. Durch die regelmäßige Einnahme von Jodid-Tabletten aus der Apotheke könne der Mangel an Jod einfach und risikolos ausgeglichen werden. Dies gelte vor allem in Zeiten hormoneller Umstellungen wie Pubertät, Schwangerschaft, Stillzeit und den Wechseljahren. Auch der regelmäßige Verzehr von Hochseefisch und die Verwendung von jodiertem Speisesalz seien empfehlenswert.
Weitere Informationen rund um das Thema Schilddrüsenkrankheiten gibt es im Internet unter www.medizinpartner.de.
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Redaktion:
Cramer-Gesundheits-Consulting
Postfach 11 07
65741 Eschborn
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