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Müde, antriebslos oder gar depressiv - vielleicht liegt's an der Schilddrüse? Ein Selbsttest hilft weiter
Thema: Textarchiv - Schilddrüsen-Erkrankungen
Kategorie: Publikumspresse
Veröffentlicht am: Mittwoch, 4. September 2002
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Müde, antriebslos oder depressiv? Ungewollt kinderlos? Stetiges Übergewicht trotz Diät? Viele verschiedene Beschwerden, aber oft die gleiche Ursache: eine Unterfunktion der Schilddrüse. Obwohl bei den über 60-jährigen Frauen weltweit bis zu 20 Prozent an einer Schilddrüsen-Unterfunktion leiden, wird die Krankheit aufgrund ihrer unspezifischen Beschwerden oft erst spät erkannt. Ein jetzt vom Schilddrüsen-Informations-Dienst (SDID) in Frankfurt entwickelter Fragebogen zum Ankreuzen zeigt, bei welchen Beschwerden ein Arztbesuch sinnvoll ist.
"Die Beschwerden einer Unterfunktion sind so allgemein, dass der Laie dabei nur selten an die Schilddrüse denkt", so Professor Karl-Michael Derwahl, Schilddrüsenexperte aus Berlin. Müdigkeit, Antriebsschwäche oder Konzentrationslücken werden zum Beispiel sehr oft als unabwendbare Stress- oder Alterserscheinungen hingenommen. Dabei ist die Lösung im Falle einer Unterfunktion recht einfach: Durch die Einnahme von Schilddrüsenhormonen wie Euthyrox wird dem Körper zugeführt, was er selbst nicht mehr in ausreichender Menge herstellen kann.
Die Schilddrüse, ein kleines schmetterlingsförmiges Organ unterhalb des Kehlkopfes, reguliert mit ihren Hormonen viele unserer Stoffwechselvorgänge. Dementsprechend vielfältig seien die Folgen eines Hormonmangels, erläutert der Experte. Der Körper läuft auf Sparflamme: Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Kälteempfindlichkeit, trockene Haut, stumpfes Haar oder Gewichtszunahme können die Folge sein. Sogar Empfängnisstörungen können durch eine Unterfunktion bedingt sein. Durch den Mangel an Schilddrüsenhormonen ist die Hormonbildung der Keimdrüsen gestört. Bei der Frau sind Zyklusstörungen die Folge, wobei die Regelblutung besonders stark und lange sein oder aber ganz ausbleiben kann.
Nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen leidet, auch das Herzinfarktrisiko sei bei einem Mangel an Schilddrüsenhormonen erhöht, ergänzt Derwahl. Arbeitet der Körper auf Sparflamme, wird auch weniger Fett verbrannt. Die Folge: Die Blutfettwerte steigen und damit auch das Risiko von Gefäßablagerungen (Atherosklerose).
Der jetzt vom SDID entwickelte Selbsttest für Betroffene soll die Früherkennung von verborgenen Unterfunktionen erleichtern. Nur wer den ersten Schritt zum Hausarzt oder Internisten wagt, kann dort mit dem sogenannten TSH-Test, einer Blutuntersuchung, feststellen lassen, ob tatsächlich eine Unterfunktion vorliegt. Vor allem Frauen in den Wechseljahren sollten vor Beginn einer Östrogenbehandlung zunächst ihre Schilddrüse überprüfen lassen, denn nicht selten ist auch hier eine Unterfunktion die Ursache allen Übels. Die Symptome der Unterfunktion sind den klassischen Wechseljahresbeschwerden zum Verwechseln ähnlich.
Weitere Informationen rund um das Thema Schilddrüsenkrankheiten gibt es im Internet unter www.medizinpartner.de.
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Redaktion:
Cramer-Gesundheits-Consulting
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